Allgemeine Theologie — die Lehre von Gott / 7. Über einige Prinzipien des Staatsaufbaus 7. Über einige Prinzipien des Staatsaufbaus7:1. Wie bereits erörtert, unterscheiden sich die Menschen voneinander durch ihr psychogenetisches Alter, aber auch dadurch, in welche Richtung (hin zum Schöpfer oder weg von Ihm) sie im Verlauf ihrer Entwicklung in dieser und in früheren Inkarnationen gegangen sind. Daher ist auch das gegenwärtige Potenzial eines jeden unterschiedlich. Nur Einzelne — von Millionen Menschen — können in ihrer jeweiligen Inkarnation die praktische Erkenntnis Gottes erreichen und ihr Bewusstsein mit Seinem verschmelzen. Andere können gute Organisatoren werden etwa als Geschäftsleute, auch in der Wissenschaft, Medizin, Politik, Pädagogik sowie in produktionsbezogenen und sonstigen Sphären des gesellschaftlichen Lebens. Wenn sie gerecht leben, bereiten sie sich darauf vor, sich zunächst das Paradies zu verdienen und danach noch größere spirituelle Höhen in ihrer unmittelbaren evolutionären Zukunft zu erreichen. Noch andere sind evolutionär vorerst noch “nicht erwachsen genug”, um eben gute Führungspersonen in großem Maßstab zu werden. Sie können aber mit Erfolg kreativ auf das eigene Wohl und das Wohl anderer Menschen hinarbeiten als Spezialisten verschiedenartiger Fachgebiete. Auch sie gelangen ins Paradies, wenn sie nach den Prinzipien der Göttlichen Ethik leben. Doch eine Teilnahme am Dienst an anderen Menschen durch Vermittlung spiritueller Kenntnisse erlaubt ihnen, ihr spirituelles Wachstum wesentlich zu beschleunigen und sich rasch dem Endziel zu nähern. Und es gibt auch eine Kategorie von Menschen — die am zahlreichsten vertretene in jedem Land -, die vorerst nur verschiedenartige Hilfsarbeiten (d.h. solche unter der Führung anderer Menschen) leisten kann. Hierzu gehören sowohl evolutionär junge als auch evolutionär degradierende Menschen. Jeder von ihnen hat ebenfalls die Chance, positiv zu evolvieren, das Paradies zu erreichen und sich weiter zu entwickeln, auch wenn rasche und große spirituelle Leistungen für sie nicht real sind. 7:2. In jeder harmonisch entwickelten Gesellschaft finden die Vertreter jeder dieser Evolutionsgruppen — auf natürliche und konfliktfreie Weise — einen für sich adäquaten und für andere Menschen nützlichen Platz im gesellschaftlichen Leben. 7:3. In eine separate soziale Gruppe sind Menschen einzuordnen, die zum Kriegshandwerk neigen, aber auch zur Gewaltsamkeit und Aggressivität, mitunter in Verbindung mit geringfügigen Anreizen. Ihre (und nur ihre!) natürliche soziale Bestimmung ist ein Dienst in der Armee und sonstigen “Gewaltstrukturen”, ohne die gegenwärtig kein Staat existieren kann. Wenn diese Menschen unter den Bedingungen strenger Disziplin und Rechtmäßigkeit dienen, dann ist ihre evolutionäre Entwicklung ebenfalls korrekt. Es gibt somit in jeder Gesellschaft diejenigen, die dazu bestimmt sind, das Kriegshandwerk zu erlernen und dadurch zu dienen. Und es gibt andere, die durch einen Zwangsdienst in militarisierten Strukturen zu Schaden kommen. Die Zwangseinberufung von Jugendlichen ins Militär ist eine in evolutionärer Hinsicht äußerst schadenbringende Form der Knechtschaft. Sie darf nicht in einem Staat der Fall sein, der sich zivilisiert nennen will.
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